Logo

Heimatwerk Grafschaft Glatz
Heimatwerk Grafschaft Glatz (ehem. Glatzer Visitatur)

Minoritenkirche Glatz

Weihnachtsbrief des Großdechanten

Gnadenbild von Wartha
Foto: Gnadenbild von Wartha

WEIHNACHTEN 2019

„Zur Hoffnung berufen“ (Eph 1,18)

Hoffe auf den Herrn und sei stark.
Hab festen Mut und harre auf den Herrn.

Herr, unser Gott, du hast deiner Kirche
die selige Jungfrau Maria
als leuchtendes Zeichen sicherer Hoffnung geschenkt.
Lass alle, die bedrückt sind von der Last des Lebens,
zu dir fliehen, Trost finden und die Herzen zu dir erheben.
Ich grüße dich, Maria auf all meinen Wegen.
Ich bitte dich um die Kraft, Gott zu loben.
Ich will, wie du,
in meinem Leben immer bei Jesus bleiben –
in Bethlehem und auf Golgatha.

Hoffe auf den Herrn und sei stark.
Hab festen Mut und harre auf den Herrn.

 
Gebet zur Telgter Wallfahrt 2019

 

Liebe Landsleute aus der Grafschaft Glatz und ihr Verbundene, liebe Verwandte, Freunde und Bekannte,

2017 habe ich zu Weihnachten das Gnadenbild von Albendorf verschickt, sonst das Gnadenbild von Maria Schnee als Kopie von Mariazell in der Steiermark, 2019 folgt nun ein weiteres Marienbild, das Gnadenbild von Wartha. Diesen Wallfahrtsort bezeichnen wir Grafschafter als Eingangstor in die Weite Schlesiens. Ein Tor oder eine Mauer öffnet oder verschließt.

Wie gern erinnern wir uns in diesen Wochen an den Fall der Mauer am 9. November 1989. Wie bedrückt uns aber auch die Progromnacht am 9. November 1938.

Heute ist uns für die ganze Welt das Kommen Jesu als Heiland, Messias, Tröster, Gottessohn notwendig. Die Welt mit ihren Kriegen wartet auf den Erlöser, der die Völker vereinigt, zusammenführt. Im Christentum finden wir den Weg des Heils und den Weg des Friedens.

Im Gnadenbild von Wartha hält Maria das Jesuskind auf ihrem Schoß und die Weltkugel in der Hand. Das Jesuskind reicht uns das Evangelium in der einen Hand – die Botschaft des Friedens und des Heiles für jeden – und segnet mit der rechten Hand alle Menschen guten Willens und auch die, die sich schwertun mit der Botschaft des Friedens. In den Gesichtem von Maria und Jesus kann man ein zartes, wohlwollendes Lächeln beobachten, daher wird das Schnitzwerk aus dem 12. Jahrhundert als lächelnde Madonna bezeichnet. Das passt auch für die heutige Zeit, in der es die Kirche schwer hat und sich auch schwer tut. Mich erfüllt dieses Gnadenbild in der Krise der Kirche mit neuer Zuversicht.

Liebe Christen, nun bin ich inzwischen 83 Jahre jung geblieben, aber auch 83 Jahre alt geworden. Seit 36 Jahren stehe ich im Dienst meiner Landsleute und darüber hinaus auch noch im Dienst der Gemeinde. Wie dankbar bin ich, dass ich noch gesund bin und weiter arbeiten darf so gut es geht! Ihr Gebet hat geholfen und hilft noch immer weiter. Ihre Glückwünsche zu Geburts- und Namenstag ermutigen mich. Ich danke herzlich dafür. Ihre Spenden für die Grafschafter Arbeit, für den Gerhard Hirschfelder-Kreis, für unsere Grafschafter Missionare – noch 12 an der Zahl gegenüber 36 bei meinem Silberjubiläum 1989 – helfen uns weiter. Ihr Mitwirken bei Heimattreffen, Wallfahrten in Telgte, Werl und in die Heimat macht mich froh, auch bei weniger werdenden Zahlen. In Pfarrer Martin Karras aus Burgdorf bei Hannover haben wir einen sehr guten Präses und Verantwortlichen für das Heimatwerk Grafschaft Glatz e.V. Ich unterstütze ihn so gut es geht.

Auch im Namen von Pfarrer und Präses Martin Karras Ihnen ein Lächeln von Maria und Jesus zu Weihnachten 2019 und Gottes Segen für Sie, Ihre Familien, für Euch und für Dich ganz persönlich für das Jahr 2020.

Mit herzlichen Grüßen
 
Ihr, Euer und Dein
Franz Jung
Großdechant

 

zurück